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112 - Wehe dem Fleische

(112) Jesus sprach: Wehe dem Fleische, das an der Seele hängt! Wehe der Seele, die  am Fleische hängt!

Die Geschichtsbücher sind voll von Erfahrungsberichten in denen Herrscher beschrieben werden, die ihre Sorge um das Seelenheil zum Mittelpunkt ihrer Herrschaft machten. Wo das Fleisch (der Mensch) glaubte Vorsorge treffen zu müssen, dass es der Seele nach dem Tod gut ginge. Dort entstanden Bestattungs- und Vorsorgekulte durchsetzt mit Ritten, die alle zu Lasten der Anderen (Nächsten) gingen. Furchtbare Opferkulte durchdrängt von Blut und Todesschreien, wo angebliches Wissen über das Jenseits, vor allem die Herrschaft im Diesseits  stützen sollte. Die Katholische Kirche betreibt mit Eucharistie und Beichte genau die von Jesus angeprangerte Vorsorge für die Seele. Als die christliche Lehre römische Staatsreligion wurde, entwickelte sich aus dem alten einfachen Herrenmahl - ursprünglich lediglich zur Speisung der Armen gedacht - der Kult der Eucharistie.
Genauso bemitleidenswert der Mensch (die Seele), die sich darüber grämt, zukünftig auf lieb gewordene fleischliche Genüsse im Jenseits womöglich verzichten zu müssen. Der übertriebene Genuss heute, wie die angebliche Vorsorge für die Ewigkeit lassen vergessen, dass wir uns mit den Mitgeschöpfen in diesem Leben auseinandersetzen sollen.

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