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29 - Wenn das Fleisch ward ...

29) Jesus sprach: Wenn das Fleisch ward wegen des Geistes, ist es ein Wunder. Wenn  aber der Geist wegen des Leibes, ist es ein Wunder der Wunder. Aber ich wundere mich darüber, wie dieser (?) große Reichtum Wohnung nahm in dieser Armut.

Hier könnte man annehmen, Jesus philosophiert über sich selbst. Wenn der Mensch geschaffen wurde, weil es der Vater aus Liebe so wollte, dann ist es ein Wunder. Wenn der Schöpfer gleichzeitig noch bereit ist, in diesem Fleisch mit seiner ganzen Fülle zugegen zu sein, dann ist es ein Wunder der Wunder. Wenn Jesus in seinem Fleisch die vollkommene Fülle des Vaters wahrnimmt, mag er darüber verwundert gewesen sein, wie dieser Reichtum sich diese Armut zumuten konnte. Der Vater und Schöpfer allen Seins!
Zumal Jesus an anderer Stelle noch betont: das Fleisch ist zu nichts nütze. Wir müssen uns deshalb immer wieder die Frage stellen: Weshalb hat Gott geduldet sich von seinen Geschöpfen - in seiner ganzen Macht und Fülle - an ein Kreuz schlagen zu lassen? Möglich, dass neben seinen Worten die Tat nicht fehlen durfte. Der Mensch kann erst an der Tat seinen Visavis erkennen, von welchem Geist der Mitmensch angetrieben wird. Folterknecht, Manager, Papst, Kollege oder Arbeitgeber offenbaren sich erst eindeutig durch ihr Tun.

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