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60 - .. einen Samariter, der ein Lamm ... 

(60) (Sie sahen) einen Samariter, der ein Lamm bringt und nach Judäa hineingeht. Er sprach zu seinen Jüngern: (Was will) der neben dem Lamm? Sie sagten zu ihm: (Er kommt), damit er es töte und verzehre. Er sprach zu ihnen: Solange es lebt, wird er es nicht verzehren; aber wenn er es tötet und es ein Leichnam wird, (wird er es verzehren). Sie sprachen: In anderer Weise wird er es nicht machen können. Er sprach zu ihnen: Auch ihr sollt euch einen Ort zur Ruhe suchen, damit ihr nicht zum Leichnam werdet und sie euch verzehren.

Wer den Glauben an den Schöpfer aufgibt, verliert den Ort der Ruhe. Ohne diese Ruhe, ohne jeden verbindlichen Standort wird der Mensch zum rastlosen, ratlosen Geschöpf, das allen Einflüssen ausgeliefert ist und von anderen zum willenlosen Objekt degradiert werden kann. Wer dagegen erkennt für was er lebt, wird gefestigt.
Nazi-Deutschland zeigte auf besondere Art und Weise, wie Millionen Menschen von Führung, Partei, Eliten zu willenlosen "Schafen" degradiert und ganz nach Bedarf für ihre Ideologie vereinnahmt werden konnten. Wenn der Mensch wahrnimmt, dass er nur missbraucht wird, dann sollte er es sich nicht aus der Hand nehmen lassen, für wen und für was er sein Leben gibt. Innere Ruhe bedeutet eine Einstellung oder einen Standpunkt zu finden, für den man zu jeder Zeit bereit ist einzustehen. Gott bietet mit seiner Existenz und mit seinem Ordnungsprinzip diesen Ort der Ruhe, den selbst die Pforten der Hölle nicht überwältigen können. Die Geschwister Scholl oder Pfarrer Bonhöfer wurden zu Tatzeugen dieses Spruches. Sie kämpften nicht nur gegen ihre Widersacher, sondern für ihr ewiges Leben.

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