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28 - Ich stand in der Mitte ...

(28) Jesus sprach: Ich stand in der Mitte der Welt und offenbarte mich ihnen in Fleisch. Ich fand sie alle trunken. Ich fand keinen unter ihnen durstig, und meine Seele empfand Schmerzen über die Menschenkinder; denn sie sind Blinde in ihrem Herzen und erkennen nicht; weil sie leer in die Welt kamen, suchen sie wiederum, leer aus der Welt zu kommen. Aber jetzt sind sie trunken. Wenn sie ihren Wein entfernen, dann werden sie Busse tun.

Es ist die Wiederholung der traurigen Tatsache, dass die Menschen Jesus und sein Anliegen nicht erkannten. Sie sind Trunken von ihren Tagesgeschäften und den irdischen Triebkräften, die jedes Innehalten oder zur Besinnung kommen unterdrücken. In der heutigen Zeit wird mit den modernen Medien und deren Möglichkeiten für Spiel, Sport und Unterhaltung, die "Trunkenheit" auf die Spitze getrieben. Sie ist so umfassend, dass Menschen bis in ihre Todesstunde davon ergriffen sind. Sei es mit Vorsorge, gegen Gebrechen und für die Gesundheit oder für ihre letzte Ruhestätte unter Bäumen, im Wasser und dem Orbit. Die Stunden der Besinnung und der Hinwendung zu Gott nehmen ab - an Zahl und Intensität. Wie sich der Einzelne aus dieser Trunkenheit lösen kann, bleibt sein Problem. Der eine oder andere wurde schon mit einem "Blitz", wie aus heiterem Himmel erweckt und konnte vielleicht mit Dankbarkeit erkennen, dass selbst ein leidvolles Geschehen in Wirklichkeit am Ende heilsame Neuorientierung brachte.

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