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52 - Vierundzwanzig Propheten ...

(52) Seine Jünger sprachen zu ihm: Vierundzwanzig Propheten redeten in Israel und redeten alle in dir. Er sprach zu ihnen: Ihr verließt den, der in eurer Gegenwart lebt, und spracht von  den Toten.

Die Jünger sind ganz den Texten der alten Propheten verfallen und können nicht wahrnehmen, mit welcher einmaligen, nie mehr wiederkehrenden Situation sie es zu tun haben. Sie registrieren nicht, dass eingetreten ist, was von eben diesen Propheten angekündet wurde. Was kein Auge gesehen hat, vielleicht auch nie mehr sehen kann, wurde ihnen zuteil. Wir müssen aufpassen, nicht in den gleichen Fehler zu verfallen. Jeder sollte darum beten, dass er immer erkennt, welche Aufgabe von ihm heute und jetzt zu erledigen ist.
Noch eine Bemerkung zu den 24 Propheten. In den apokryphen Evangelien, spricht der Geist - auf  welche Weise auch immer - bei der Taufe Jesu am Jordan: "Mein Sohn, in allen Propheten erwartete ich dich, dass du kämest und ich in dir ruhte. Denn du bist meine Ruhe; du bist mein erstgeborener Sohn, der du herrschest in Ewigkeit."
Wenn der Geist Gottes in seiner ganzen Vollkommenheit in diesen Propheten nicht zugegen sein durfte oder konnte, dann heißt das im Endeffekt, dass alle Propheten nicht immer den wahren Willen Gottes verkündeten oder vorlebten. Es herrschte dann eben nicht immer der wahre Geist, sondern leider das schwache Fleisch des Menschen. Was anscheinend zur Folge hatte, dass die eine oder andere menschliche Idee dem Willen Gottes unterschoben wurde. Ähnliches trifft für die Behauptung zu, Bibel oder Koran wären von Gott geschrieben worden und bringen unumstößlich die absolute Wahrheit zum Ausdruck. Der Geist des Herrn hat zu allen Zeiten auf der Erde mit seinem Geist Menschen inspiriert, geschrieben hat in seiner Unzulänglichkeit immer der Mensch.

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